Die Hl.Dimitrij Kirche und das Gemeindeleben.

Die Hl. Dimitrij Kirche befindet sich in einem Gebäude des ältesten Krankenhauses Moskaus.

Die Geschichte der Kirche geht auf das 18 Jahrhundert zurück. 
Fürst Dimitrij Golizin ( 1793 gest. ),der russische Botschafter in Wien, vermachte sein Vermogen zum Zwecke der Einrichtung eines Krankenhauses für Arme und einer Kirche zu Ehren seines Namensheiligen, des Zarensohnes Dimitrij .
Die Baupläne stammten von den berühmten Architekten Bashenov und Kozakov.
Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahre 1796 und am 20. September 1801 wurde die Kirche geweiht.
An dem Fest nahm Zar Alexandr der I. teil.
Im Jahre 1922 wurde die Kirche von den Sowjetmachthabern geschlossen.

Die erneute Weihe erfolgte im November 1990 nach der Rückgabe an die Russisch- Orthodoxe Kirche. 
Das war die erste Krankenhauskirche nach der religiösen Wiedergeburt Rußlands. Hierher kamen die Gläubigen zur karitativen Betreuung von Kranken und Leidenden. Von Anfang an entwickelte sich schon ein aktives kirchliches Leben.
Während der Zeit der Schließung hatte die Kirche schwere Schäden erlitten . Dank der Hilfe von Wohltätern sind die Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten in Angriff genommen worden.
Der 28. Mai ist der Todesgedenktag des Zarensohnes Dimitrij (Sohn von Ivan dem Schrecklichen), der im Jahre 1591 unter mysteriösen Umständen ermordet wurde, und auch zugleich das Patronatsfest der Gemeinde. An diesem Tag im Jahre 1991 zelebrierte Patriarch von Moskau und ganz Rußland Alexi der II. den Gottesdienst in der Erzengel-Michael-Kathedrale im Moskauer Kreml, wo sich jetzt das Grab des Zarensohnes Dimitrij befindet. Bei diesem Gottesdienst segnete er die Gründung der Hl.Dimitrij Gemeinde der Barmherzigen Schwestern, die am 17.Juli 1991., dem Todesgedenktag der Hl. Neumärtyrerin Großfürstin Elisabeth offiziell registriert wurde. Die Mitglieder sehen in den Heiligen Großfürstin Elisabeth und Zarensohnes Dimitrij ihre Schutzheiligen.

Zur Schwesternschaft gehören heute mehr als 50 Mitglieder, die sich dafür zusammengeschlossen haben, Ihren Dienst durch die Hilfe und das Trösten von Kranken und Leidenden in Liebe zum Christus zu erfüllen. Die Schwesternschaft ist eine religiöse Organisation, in der aber im Gegensatz zu einem Kloster kein Gelübde abgegeben wird. Einige der Schwestern sind verheiratet und erziehen Kinder. Die wichtigsten Voraussetzungen ,ein Mitglied der Schwesternschaft zu werden, sind die Bereitschaft dem Nächsten zu dienen und der Gehorsam gegenüber dem Beichtvater und der Oberin. Im Laufe der Probezeit können die Schwester sich prüfen, ob sie moralisch fähig sind, am Leben der Gemeinde aktiv teilzunehmen.
Während des Dienstes tragen sie eine Uniform.
Das Leben der Schwesternschaft ist mit dem Leben in der Pfarrgemeinde 
eng verbunden.
Der Beichtvater der Hl. Dimitrij Gemeinde ist der Erzpriester Arkadij Schatov, der Vorsteher der Krankenhauskirche, in der noch fünf weitere Priester und zwei Diakone dienen. Die Gottesdienste finden täglich statt.
Die Schwesternschaft steht unter Obhut der Stiftung und leistet ihre Tätigkeit dank der Spendengelder.
Der Ehrenvorsitzende der Stiftung ist Patriarch von Moskau und ganz Rußland Alexi der II.. Unter den Mitgliedern sind Staats- und Geschäftsleute, Künstler und Wohltäter.
Zu den Aufgaben der Schwestern gehört die Fürsorge um die Leute im Krankenhaus , um die Hilfsbedürftigen zu Hause, Unterstützung der Gefangenen, Verpflegung von Obdachlosen und alleinstehenden Invaliden und weitere soziale Arbeit.
Die Schwestern kümmern sich um Weisen in Kinderheimen. Sie helfen den Priestern bei Amtshandlungen und organisieren Unterricht in der Sonntagsschule.
Die Schwesternschaft hat ein Gebäude wiederhergestellt, wo die Hauskirche zu Ehren der Großfürstin Elisabeth geweiht wurde. In diesem Gebäude befinden sich das Fürsorgeamt , ein Wohnheim für einige Schwestern und Entspannungsräume. 

Um die Liebespflicht für den Nächsten zu erfüllen, sollen die Schwestern über besondere Eigenschaften wie Barmherzigkeit, Geduld, Demut, Fähigkeit zur körperlichen Arbeit und geistige Starke verfügen.
Auf diesem Weg erstarken sie geistig durch das Gebet, die Beichte und den Empfang der Hl.Kommunion. 
Die Schwestern sollen immer dessen bewußt sein, daß der Sinn ihrer Tätigkeit darin besteht, sich selbst und andere zu Gott näher zu bringen.
Täglich beten sie um die Menschen, die unter ihrer Obhut stehen und um die Wohltäter.
Monatlich wird ein Gottesdienst ” Die Vermehrung der Liebe und die Heilung der Kranken” zelebriert, im Anschluß an den eine Versammlung und Gespräche über Fragen des geistlichen Lebens durchgeführt werden.
Im Laufe der Zeit hat sich die Tätigkeit vielseitig erweitert.
Der Kirche angeschlossen ist die Hl. Dimitrij Medizinische Fachschule für die Barmherzigen Schwestern.
Die Fachschule ist von der Staatsregierung und der Hl. Dimitrij Schwesternschaft gestiftet worden. Das ist die einzige orthodoxe Fachschule, an der nicht nur die notwendige medizinische Ausbildung, sondern auch die geistliche Erziehung vermittelt werden. Die Auszubildenden erhalten Unterricht über Glaubensgrundsätze. Hier wird das Gesetz Gottes unterrichtet.
Im Laufe der Existenz der Fachschule haben dort mehr als 400 Schwestern Ihre Ausbildung beendet. 
Schon zwei Jahre funktionieren die Kurse für Fürsorgeschwestern. Im vergangenen Jahr absolvierten ca.40 Schwestern die Kurse mit einem Diploma.
Die Ausbildung ist kostenlos. 

Zu den Aufgaben der Geistlichkeit gehört natürlich das liturgische Leben, aber zugleich die pastorale Fürsorge ,Jugendarbeit, die Katechese, Gemeindeschulen.
Im vergangenen Jahr besuchten die Priester ca. 5000 Menschen in dem Krankenhaus , um die Beichte abzunehmen und die Hl. Kommunion zu reichen.

Seit 1997 werden jährlich Missionarreisen zu den weit entfernten Regionen Rußlands vorgenommen.Auf diesen Reisen haben sich mehr als 1700 Menschen taufen lassen. Die Kontakte mit diesen Menschen werden gepflegt.

Die Zahl der Mitglieder unserer Gemeinde nimmt immer zu.
Immer mehr Leute fühlen ihre Berufung zur Gemeinschaft mit Gott, die auch den Wunsch dem Nächsten zu dienen erweckt.